welche ihm nicht erlaubte, sich die Liebe zuzurechnen —:er meinte, dass Gott vor ihm wandle und in ihm lebendiggeworden sei. — „Gott kommt zu den Menschen,“ der„Nächste“ wird transfigurirt, in einen Gott (insofern anihm das Gefühl der Liebe sich auslöst). Jesus ist derNächste, so wie dieser zur Gottheit, zur Machtgefühlerregenden Ursache umgedacht wurde.
ii 6.
Ich liebe es durchaus nicht an jenem Jesus vonNazareth oder an seinem Apostel Paulus, dass sie denkleinen Leuten so viel in den Kopf gesetzt haben,als ob es Etwas auf sich habe mit ihren bescheidenenTugenden. Man hat es zu theuer bezahlen müssen: dennsie haben die werthvolleren Qualitäten von Tugend undMensch in Verruf gebracht, sie haben das schlechte Ge-wissen und das Selbstgefühl der vornehmen Seele gegeneinander gesetzt, sie haben die tapfern, grossmüthigen,verwegenen, excessiven Neigungen der starken .Seeleirregeleitet, bis zur Selbstzerstörung . . .
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Diese kleinen Heerdenthier - Tugenden führen ganzund gar nicht zum „ewigen Leben“: sie dergestalt inScene setzen und sich mit ihnen, mag sehr klug sein,aber für Den, der hier noch seine Augen auf hat, bleibt estrotzalledem das lächerlichste aller Schauspiele. Man ver-dient ganz und gar nicht ein Vorrecht auf Erden und imHimmel, wenn man es zur Vollkommenheit einer kleinenlieben Schafsmässigkeit gebracht hat; man bleibt damit,günstigen Falls, immer bloss ein kleines liebes absurdes