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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Mensch vollkommner wird, als er es in der Gesundheitsein könnte ( der Gedanke Pascals), unter Umständendas freiwillige Sich-krank-machen

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Sie verachteten den Leib: sie Hessen ihn ausserRechnung: mehr noch, sie behandelten ihn wie einenFeind. Ihr Wahnwitz war, zu glauben, man könne eineschöne Seele in einer Missgeburt von Cadaver herum-tragen . . . Um das auch Anderen glaublich zu machen,hatten sie nöthig, den Begriffschöne Seele anders an-zusetzen, den natürlichen Werth umzuwerthen, bis end-lich ein bleiches, krankhaftes, idiotisch - schwärmerischesWesen als Vollkommenheit, alsenglisch, als Verklärung,als höherer Mensch empfunden wurde.

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Die Realität, auf der das Christenthum sich aufbauenkonnte, war die kleine jüdische Familie der Diaspora,mit ihrer Wärme und Zärtlichkeit, mit ihrer im ganzenrömischen Reiche unerhörten und vielleicht unverstan-denen Bereitschaft zum Helfen, Einstehen für einander,mit ihrem verborgenen und in Demuth verkleideten StolzderAuserwählten, mit ihrem innerlichsten Neinsagenohne Neid, zu Allem, was obenauf ist und was Glanzund Macht für sich hat. Das als Macht erkannt zuhaben, diesen seligen Zustand als mittheilsam, ver-führerisch, ansteckend auch für Heiden erkannt zu haben ist das Genie des Paulus: den Schatz von latenterEnergie, von klugem Glück auszunützen zu einerjüdi-schen Kirche freieren Bekenntnisses, die ganze jüdische