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der Reue möglich zu machen (die „ idee fixe “ der Sünde,die Hypnotisirung der Henne durch den Strich „Sünde“).
Die Misshandlung des Leibes erzeugt den Boden fürdie Reihe der „Schuldgefühle“, d. h. ein allgemeinesLeiden, das erklärt sein will . . .
Andrerseits ergiebt sich ebenso die Methodik der„Erlösung“: man hat jede Ausschweifung des Gefühlsdurch Gebete, Bewegungen, Gebärden, Schwüre heraus-gefordert, — die Erschöpfung folgt, oft jäh, oft unterepileptischer Form. Und — hinter dem Zustand tieferSomnolenz kommt der Schein der Genesung —, religiösgeredet: „Erlösung“.
89.
Die grossen Erotiker des Ideals, die Heiligen dertransfigurirten und unverstandenen Sinnlichkeit, jenetypischen Apostel der „Liebe“ (wie Jesus von Nazareth,der heilige Franz von Assisi, der heilige Frangois dePaule): bei ihnen geht der fehlgreifende Geschlechtstriebaus Unwissenheit gleichsam in die Irre, bis er sich end-lich noch an Phantomen befriedigen muss: an „Gott“,am „Menschen“, an der „Natur“. Diese Befriedigungselbst ist nicht bloss eine scheinbare: sie vollzieht sich beiden Ekstatikern der unio mystica, wie. sehr auch immerausserhalb ihres Wollens und „Verstehens“, nicht ohnedie physiologischen Begleitsymptome der sinnlichsten undnaturgemässesten Geschlechtsbefriedigung.
90.
Ehedem hat man jene Zustände und Folgen derphysiologischen Erschöpfung, weil sie reich anPlötzlichem, Schrecklichem, Unerklärlichem und Unbe-