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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Allgemeinste Typen der decadence:

1) man wählt, im Glauben, Heilmittel zu wählen, Das,

was die Erschöpfung beschleunigt; — dahin ge-hört das Christenthum (um den grössten Falldes fehlgreifenden Instincts zu nennen); — dahingehört der „Fortschritt“ —

2) man verliert die Widerstands - Kraft gegen die

Reize, — man wird bedingt durch die Zufälle:man vergröbert und vergrössert die Erlebnissein’s Ungeheure . . . eine „Entpersönlichung“, eineDisgregation des Willens; — dahin gehört eineganze Art Moral, die altruistische, die, welchedas Mitleiden im Munde führt: an der das Wesent-liche die Schwäche der Persönlichkeit ist, sodasssie mitklingt und wie eine überreizte Saite be-ständig zittert . . . eine extreme Irritabilität . . .

3) man verwechselt Ursache und Wirkung: man versteht

die decadence nicht als physiologisch und siehtin ihren Folgen die eigentliche Ursache des Sich-Schlecht-Befindens; — dahin gehört die ganzereligiöse Moral . . .

4) man ersehnt einen Zustand, wo man nicht mehr leidet:

das Leben wird thatsächlich als Grund zu Übelnempfunden, — man taxirt die bewusstlosen,gefühlslosen Zustände (Schlaf, Ohnmacht) unver-gleichlich werthvoller, als die bewussten; darauseine Methodik . . .

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Was sich vererbt, das ist nicht die Krankheit, sonderndie Krankhaftigkeit: die Unkraft im Widerstande gegen