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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Ohne den christlichen Glauben, meinte Pascal,werdet ihr euch selbst, ebenso wie die Natur und dieGeschichte, un monstre et un chaos. Diese Prophezei-ung haben wir erfüllt: nachdem das schwächlich - opti-mistische achtzehnte Jahrhundert den Menschen ver-hübscht und verrationalisirt hatte.

Schopenhauer und Pascal. In einem wesent-lichen Sinne ist Schopenhauer der Erste, der die Be-wegung Pascals wieder aufnimmt: zm monstre etchaos, folglich Etwas, das zu verneinen ist . . . Ge-schichte, Natur, der Mensch selbst!

UnsreUnfähigkeit, dieWahrheit zu erkennen,ist die Folge unsrer Verderbniss, unsres moralischenVerfalls: so Pascal. Und so im Grunde Schopen-hauer.Umso tiefer die Verderbniss der Vernunft, umsonothwendiger die Heilslehre oder, Schopenhauerischgesprochen, die Verneinung.

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Schopenhauer als Nachschlag (Zustand vorder Revolution): Mitleid, Sinnlichkeit, Kunst,Schwäche des Willens, Katholicismus der geistigsten Be-gierden das ist gutes achtzehntes Jahrhundert au fond.

Schopenhauers Grundmissverständniss desWillens (wie als ob Begierde, Instinct, Trieb dasWesentliche am Willen sei) ist typisch: Wertherniedri-gung des Willens bis zur Verkennung. InsgleichenHass gegen das Wollen; Versuch, in dem Nicht-mehr-w'ollen, imSubjectsein ohne Ziel und Absicht (imreinen willensfreien Subject) etwas Höheres, ja, das