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„Ohne den christlichen Glauben, meinte Pascal,werdet ihr euch selbst, ebenso wie die Natur und dieGeschichte, un monstre et un chaos.“ Diese Prophezei-ung haben wir erfüllt: nachdem das schwächlich - opti-mistische achtzehnte Jahrhundert den Menschen ver-hübscht und verrationalisirt hatte.
Schopenhauer und Pascal. — In einem wesent-lichen Sinne ist Schopenhauer der Erste, der die Be-wegung Pascal’s wieder aufnimmt: zm monstre etchaos, folglich Etwas, das zu verneinen ist . . . Ge-schichte, Natur, der Mensch selbst!
„UnsreUnfähigkeit, dieWahrheit zu erkennen,ist die Folge unsrer Verderbniss, unsres moralischenVerfalls“: so Pascal. Und so im Grunde Schopen-hauer. „Umso tiefer die Verderbniss der Vernunft, umsonothwendiger die Heilslehre“ — oder, Schopenhauerischgesprochen, die Verneinung.
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Schopenhauer als Nachschlag (Zustand vorder Revolution): — Mitleid, Sinnlichkeit, Kunst,Schwäche des Willens, Katholicismus der geistigsten Be-gierden — das ist gutes achtzehntes Jahrhundert au fond.
Schopenhauer’s Grundmissverständniss desWillens (wie als ob Begierde, Instinct, Trieb dasWesentliche am Willen sei) ist typisch: Wertherniedri-gung des Willens bis zur Verkennung. InsgleichenHass gegen das Wollen; Versuch, in dem Nicht-mehr-w'ollen, im „Subjectsein ohne Ziel und Absicht“ (im„reinen willensfreien Subject“) etwas Höheres, ja, das