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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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Dass dabei, mitten unter der Mechanik der grossenPolitik, noch die christliche Fanfare geblasen wird (zumBeispiel in Siegesbulletins oder in kaiserlichen Anredenan das Volk), gehört immer mehr zu Dem, was unmög-lich wird: weil es wider den Geschmack geht.

Fortschritt des neunzehnten Jahrhunderts gegen dasachtzehnte ( im Grunde führen wir guten Europäereinen Krieg gegen das achtzehnte Jahrhundert):

1)Rückkehr zur Natur immer entschiedener im um-gekehrten Sinne verstanden, als es Rousseau ver-stand. Weg vom Idyll und der Oper!

2) immer entschiedener antiidealistisch, gegenständ-licher, furchtloser, arbeitsamer, maassvoller, miss-trauischer gegen plötzliche Veränderungen, anti-revolutionär;

3) immer entschiedener die Frage der Gesundheitdes Leibes derder Seele voranstellend: letztereals einen Zustand in Folg-e der ersteren begreifend,diese mindestens als die Vorbedingung der Gesund-heit der Seele.

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Die beiden grossen Tentativen, die gemachtworden sind, das achtzehnte Jahrhundert zu überwinden:Napoleon, indem er den Mann, den Soldaten undden grossen Kampf um Macht wieder aufweckte Europa als politische Einheit concipirend;Goethe, indem er eine europäische Cultur imagi-nirte, die die volle Erbschaft der schon er-reichten Humanität macht.

Die deutsche Cultur dieses Jahrhunderts erwecktMisstrauen in der Musik fehlt jenes volle erlösendeund bindende Element Goethe

Nietzsche, Werke II. Abtheilung. Wille zur Macht. .