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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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darf und dass nach dieser Einsicht die Welt für unswerthlos zu werden anfängt: so müssen wir fragen, wo-her unser Glaube an diese drei Kategorien stammt,versuchen wir, ob es nicht möglich ist, ihnen denGlauben zu kündigen! Haben wir diese drei Kategorienentwerthet, so ist der Nachweis ihrer Unanwendbar-keit auf das All kein Grund mehr, das All zu ent-werthen.

Resultat: Der Glaube an die Vernunft-Kate-gorien ist die Ursache des Nihilismus, wir habenden Werth der Welt an Kategorien gemessen, welchesich auf eine rein fingirte Welt beziehen.

Schluss-Resultat: Alle Werthe, mit denen wir bisjetzt die Welt zuerst uns schätzbar zu machen gesuchthaben und endlich ebendamit entwerthet haben, alssie sich als unanlegbar erwiesen alle diese Werthesind, psychologisch nachgerechnet, Resultate bestimmterPerspectiven der Nützlichkeit zur Aufrechterhaltung undSteigerung menschlicher Plerrschafts-Gebilde: und nurfälschlich projicirt in das Wesen der Dinge. Es istimmer noch die hyperbolische Naivetät des Menschen:sich selbst als Sinn und Werthmaass der Dinge . . .

6 .

Hauptsatz. Inwiefern der vollkommene Ni-hilismus die nothwendige Folge der bisherigen Ideale ist.

Der unvollständige Nihilismus, seine-Formen:wir leben mitten darin.

Die Versuche, dem Nihilismus zu entgehn,ohne jene Werthe umzuwerthen: bringen das Gegentheilhervor, verschärfen das Problem.

Nietzsche, Werke II. Abtheilung. Wille zur Macht.

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