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Die Parlamente mögen für einen starken und bieg-samen Staatsmann äusserst nützlich sein: er hat da Etwas,worauf er sich stützen kann (— jedes solche Ding musswiderstehn können!), — wohin er viele Verantwortungabwälzen kann. Im Ganzen aber wünschte ich, dass derZahlen-Blödsinn und der Aberglaube an Majoritäten sichnoch nicht in Deutschland wie bei den lateinischen Rassenfestsetzte; und dass man endlich auch noch Etwas inpoliticis erfände! Es hat wenig Sinn und viel Gefahr,die noch so kurze und leicht wieder auszurottendeGewohnheit des allgemeinen Stimmrechts tiefer Wurzelschlagen zu lassen: während seine Einführung doch nureine Noth- und Augenblicks-Maassregel war.
865.
Möge Europa bald einen grossen Staatsmann hervor-bringen, und der, welcher jetzt, in dem kleinlichen Zeit-alter plebejischer Kurzsichtigkeit, als „der grosse Realist“gefeiert wird, klein dastehen.
866 .
Die Deutschen verderben, als Nachzügler, dengrossen Gang der europäischen Cultur: Bismarck, Lutherzum Beispiel; auch als Napoleon Europa in eine Staaten-Association bringen wollte (der einzige Mensch, der starkgenug dazu war!), haben sie mit den „Freiheits-Kriegen“ Alles vermanscht und das Unglück desNationalitäten-Wahnsinns heraufbeschworen (mit der Con-sequenz der Rassenkämpfe in so altgemischten Ländern