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13 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 5 (1903) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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überhaupt zu begreifen; erst von der Tiefe aus, vom Ab-grunde aus geniesst man alles Glück, das im Hellen,Sicheren, Bunten, Oberflächlichen aller Art liegt. Aberdie Deutschen glauben sich tief, wenn sie sich schwerund trübsinnig fühlen: sie schwitzen, wenn sie denken,das Schwitzen gilt ihnen als Beweis ihresErnstes.Ihre Geister sind plump, der Geist des Bieres ist mäch-tig auch noch in ihren Gedanken und sie heissen esgar noch ihrenIdealismus! Freilich, die Deutschenhaben, wie sie wenigstens selber vermeinen, es gerademit diesem Idealismus weit,bis an die Sterne weit ge-trieben, und sie dürften sich, wenn es sonst die deutscheBescheidenheit erlaubte, daraufhin ungescheut neben dieGriechen niedersetzen, als das berühmte Volk derDichterund Denker. Oder, um dieses Selbstvertrauen auch ein-mal unbescheiden reden zu lassen, und zwar mit demVerse eines grossen Idealisten:

Was lobt man viel die Griechen!

Sie müssen sich verkriechen,

Wenn sich die teutsche Muse regt.

Horäz in Fleming lebet,

In Opitz Naso schwebet,

In Greiff Senecens Traurigkeit.

Leibniz.

849.

Eine gute Anzahl höherer und besser ausgestatteterMenschen wird, wie ich hoffe, endlich so viel Selbstüber-windung haben, um den schlechten Geschmack für Atti-tüden und die sentimentale Dunkelheit von sich abzuthun,und gegen Richard Wagner ebensosehr als gegen Schopen-hauer sich kehren. Diese Deutschen verderben uns, sie