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807.
Rousseau, in seiner Bevorzugung der Armen, derFrauen, des Volkes als souverän, ist ganz in der christ-lichen Bewegung darin: alle sclavenhaften Fehler undTugenden sind an ihm zu studiren, auch die unglaublichsteVerlogenheit (— der will Gerechtigkeit lehren!). SeinGegenstück Napoleon — antik, Menschen-Verächter.
808.
Goethe’s vornehme Isolirtheit — es bedarf für dieHöchstgebornen eine Art Burgen- und Raubritterthum.Ich will mich Napoleon’s annehmen: er gehört in seinerVerachtung der „christlichen Tugenden“ und der ganzenmoralischen Hypokrisie zum Alterthum (Thukydides).Friedrich der Grosse vielleicht, — aber als Deutscherzu sehr Mensch der Hintergedanken mit Hinter-Seelen.
809.
Wer bisher mit dem Menschen im grossen Stile zuthun hatte, taxirte ihn nach den Grund-Eigenschaften:es hat keinen Sinn, die zarteren Nuancen zu berück-sichtigen. So that es Napoleon. Er machte sich Nichtsaus den christlichen Tugenden, nahm sie als garnicht vorhanden (— er hatte ein Recht dazu).
810.
Napoleon: „f’ai referme le gouffre anarchique etdebrouille le chaos. J’ai dessoule la revolution , ennoihles peuples et raffermi les rois. J’ai excite toutes lesemulations , recompense tous les merites et recule les h-mites de la gloire. Tout cela est bien quelque chose!“