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Moralische Gefühle sind Leidenschaften vonWerthurtheilen umgewandelt.
Einfluss des Urtheils auf das Gefühl (selbst beiLust und Schmerz).
607.
Leidenschaften = Zustände unserer Organe undderen Rückwirkung auf das Gehirn — mit einem Suchennach Auslösung.
608.
Furcht oder Hoffnung treten zu einem Schmerz-oder Lustgefühl hinzu, — so bei allen Leidenschaften.
609.
Verehren ist selber eine Leidenschaft: ebenso wiedas Beschimpfen. Durch Verehren wurden die „Leiden-schaften“ zu Tugenden.
6 io.
Wir finden bei den verschiedenen Menschen die-selbe Zahl von Leidenschaften: diese aber verschiedengenannt, geschätzt und dadurch verschieden gerichtet.Gut und Böse unterscheiden sich durch die verschiedeneRangordnung der Leidenschaften unter einander und dieHerrschaft der Ziele.
611.
Schmerz und Lust sind nur Begleiterscheinungen.Der Hunger hat nicht als Ziel Befriedigung desAppetits: sondern der Process, dessen Merkmal für uns