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ihr eigenes Gefühl von Macht — ob sie Gesetzgebersich fühlen oder als Lehrer von gegebenen Gesetzen.
Bentham fühlt sich als Gesetzgeber, Ree als Be-herrschter.
532 .
Man lobt und tadelt von sich aus: wer von höherenGesichtspunkten aus den Lobenden übersieht, findet esunschmeichelhaft, von ihm gelobt zu werden.
533 -
Der Anschein der erreichten Tugend wird uns zurPflicht gemacht: jeder mässig Redliche gienge zu Grundeunter allgemeiner Verachtung.
534 -
Für die Zeit der Luftschifffahrt, wo die unwillkürlichegegenseitige Beaufsichtigung durch den Nächsten weg-fällt, ist der Mensch nicht gut genug.
535 -
Man soll Jedem die Frage zugestehn: ist meineExistenz, gegen meine Nicht-Existenz gerechnet, einDing, das gerechtfertigt werden kann?
536 .
Wissentlich und willentlich lügen ist mehr werthals unwillkürlich das Wahre zu sagen — da hat PlatoRecht. Obwohl die gewöhnliche Werthschätzung um-gekehrt ist: nämlich man hält es für leicht, die Wahr-