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phänomen und nicht überall: überdies ist es in der Seeledes Heerden-Wesens ein anderes, als in der Seele desMächtigen: eigentlich nur ein Gefühl unter Gleichen —:für den Geringeren ist der leidende Höhere ein Grundzum Wohlgefühl und Übergefühl.
„Die philosophischen wie die religiösen Systeme sinddarüber einig, dass die ethische Bedeutsamkeit der Hand-lungen zugleich eine metaphysische sein müsse“ u. s.w.Schopenhauer, Grundprobleme der Moral p. 261. Perikiesvor dem Tode: die Gedanken nehmen eine moralischeRichtung.
Nun, im Falle des Perikies: er erwägt seinen Nach-ruf bei seinen Bürgern. Der Schüler des Anaxagoraswar Freigeist. — Es liegt auf der Hand, dass, weildiese Systeme das Leben der Seele glauben, sie im Momentdes Todes ein Urtheil über den Werth des vollbrachtenLebens veranlassen: — „was für ein ferneres Lebenwerden wir haben?“
Belohnung der Guten und Bestrafung der Bösenim Jenseits war das Zuchtmittel, welches die Religionenanwendeten, — eine Art Vollendung der Weltordnung,ein Ausgleich gegenüber den Thatsachen.
Die bisherigen Ethiker haben keine Vorstellung, wiesie unter ganz bestimmten Vorurtheilen der Moral stehn:sie meinen alle schon zu wissen, was gut und böse ist.Sokrates wusste es nicht: aber alle seine Schülerdefinirten es, d. h. sie nahmen an, es sei da und eshandle sich darum, es gründlich zu beschreiben. Wie!wenn ich sagte: ist es denn da? Hat man schon über-legt, wonach hier zu messen ist? Und andererseits: