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13 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 5 (1903) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
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phänomen und nicht überall: überdies ist es in der Seeledes Heerden-Wesens ein anderes, als in der Seele desMächtigen: eigentlich nur ein Gefühl unter Gleichen:für den Geringeren ist der leidende Höhere ein Grundzum Wohlgefühl und Übergefühl.

Die philosophischen wie die religiösen Systeme sinddarüber einig, dass die ethische Bedeutsamkeit der Hand-lungen zugleich eine metaphysische sein müsse u. s.w.Schopenhauer, Grundprobleme der Moral p. 261. Perikiesvor dem Tode: die Gedanken nehmen eine moralischeRichtung.

Nun, im Falle des Perikies: er erwägt seinen Nach-ruf bei seinen Bürgern. Der Schüler des Anaxagoraswar Freigeist. Es liegt auf der Hand, dass, weildiese Systeme das Leben der Seele glauben, sie im Momentdes Todes ein Urtheil über den Werth des vollbrachtenLebens veranlassen:was für ein ferneres Lebenwerden wir haben?

Belohnung der Guten und Bestrafung der Bösenim Jenseits war das Zuchtmittel, welches die Religionenanwendeten, eine Art Vollendung der Weltordnung,ein Ausgleich gegenüber den Thatsachen.

Die bisherigen Ethiker haben keine Vorstellung, wiesie unter ganz bestimmten Vorurtheilen der Moral stehn:sie meinen alle schon zu wissen, was gut und böse ist.Sokrates wusste es nicht: aber alle seine Schülerdefinirten es, d. h. sie nahmen an, es sei da und eshandle sich darum, es gründlich zu beschreiben. Wie!wenn ich sagte: ist es denn da? Hat man schon über-legt, wonach hier zu messen ist? Und andererseits: