Vorwort.
Schon vom Frühjahr 1880 in Venedig an bis zumWinter 1882 in Genua, also während der Zeit der Ent-stehung der „Morgenröthe“, der „fröhlichen Wissenschaft“,besonders aber von „Also sprach Zarathustra“, tauchenin Nietzsche’s prosaischen Aufzeichnungen bereits alleHauptgedanken auf, die später in der Umwerthung allerWerthe zu einem grossen philosophischen Prosawerke,einem Gegenstück zu Zarathustra, zusammengefasst werdensollten. Wir finden die Lehre von den Trieben, die denIntellect sowohl wie die Moralität bedingen, die Lehrevom Willen zur Macht, von der Rangordnung, vomWertheschaffen, vom perspectivischen Grundcharakter allerWahrheit, vom Nihilismus der Erkenntnisstheorie u. s. w.
Die prosaischen Aufzeichnungen der Jahre 1880—1882sowie die poetischen aus der Entstehungszeit des Zara-thustra, die als Vorarbeiten und Nachträge der oben ge-nannten Schriften bezeichnet wurden und im Ausdruck derleitenden Gedanken zuweilen noch einen etwas embryo-nalen Charakter tragen (die Nachträge zum Zarathustraausgenommen), sind in den Bänden XI und XII gesam-melt und nach den Materien eingeordnet.
Wir mussten die Niederschriften des folgenden Zeit-raumes von 5 bis 6 Jahren (Winter 82/83 bis Ende desJahres 1888), die nicht direct zu dem Hauptwerk „DerWille zur Macht, Versuch einer Umwerthung aller Werthe“gehören, wiederum zusammenfassen und nach Materien