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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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Und selbst von ihren edelsten Vertretern wird ihrestillende und tröstende Macht so stark hervorgehoben,dass die Ruhesüchtigen und Trägen meinen müssen, siesuchten dasselbe, was die Philosophie sucht. Mir scheintdagegen die wichtigste Frage aller Philosophie zu sein,wie weit die Dinge eine unabänderliche Artung undGestalt haben: um dann, wenn diese Frage beantwortetist, mit der rücksichtslosesten Tapferkeit auf die Ver-besserung der als veränderlich erkanntenSeite der Welt loszugehen. Das lehren die wahrenPhilosophen auch selber durch die That; dadurch, dasssie an der Verbesserung der sehr veränderlichen Einsichtder Menschen arbeiteten und ihre Weisheit nicht für sichbehielten; das lehren auch die wahren Jünger wahrerPhilosophien, welche, wie Wagner, aus ihnen gerade ge-steigerte Entschiedenheit und Unbeugsamkeit für ihrWollen, aber keine Einschläferungssäfte zu saugen ver-stehen. Wagner ist dort am meisten Philosoph, wo eram thatkräftigsten und heldenhaftesten ist. Und geradeals Philosoph gieng er nicht nur durch das Feuer ver-schiedener philosophischer Systeme, ohne sich zu fürchten,hindurch, sondern auch durch den Dampf des Wissensund der Gelehrsamkeit, und hielt seinem höheren SelbstTreue, welches von ihm Gesammtthaten seinesvielstimmigen Wesens verlangte und ihn leiden undlernen hiess, um jene Thaten thun zu können.

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Die Geschichte der Entwicklung der Cultur seitden Griechen ist kurz genug, wenn man den eigentlichenwirklich zurückgelegten Weg in Betracht zieht und dasStillestehn, Zurückgehn, Zaudern, Schleichen gar nicht