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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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aufzuweisen, da er so lange Philosophie treibt und nochNiemanden betrübt hat? Ja, so sollte es auf der Grab-schrift der Universitätsphilosophie heissen:sie hat Nie-manden betrübt. Doch ist dies freilich mehr das Lobeines alten Weibes, als einer Göttin der Wahrheit, undes ist nicht verwunderlich, wenn die, welche jene Göttinnur als altes Weib kennen, selber sehr wenig Männersind und deshalb gebührendermaassen von den Männernder Macht gar nicht mehr berücksichtigt werden.

Steht es aber so in unsrer Zeit, so ist die Würdeder Philosophie in den Staub getreten: es scheint, dasssie selber zu etwas Lächerlichem oder Gleichgültigemgeworden ist: so dass alle ihre wahren Freunde ver-pflichtet sind, gegen diese Verwechslung Zeugniss abzu-legen und mindestens so viel zu zeigen, dass nur jenefalschen Diener und Unwürdenträger der Philosophielächerlich oder gleichgültig sind. Besser noch, sie be-weisen selbst durch die That, dass die Liebe zur Wahr-heit etwas Furchtbares und Gewaltiges ist.

Dies und Jenes bewies Schopenhauer und wirdes von Tag zu Tag mehr beweisen.