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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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ihnen allen? Ein Andrer sagte von der Geschichtedem, welcher die Ideen hat, sagt sie nichts Neueskurz, sie fanden immer Gründe, weshalb es philosophischersei, nichts zu wissen, als etwas zu lernen. Liessen sie sichaber aufs Lernen ein, so war dabei ihr geheimer Impuls,den Wissenschaften zu entfliehen und in irgend einerihrer Lücken und Unaufgehelltheiten ein dunkles Reichzu gründen. So giengen sie nur noch in dem Sinne denWissenschaften voran, wie das Wild vor den Jägern, diehinter ihm her sind. Neuerdings gefallen sie sich mitder Behauptung, dass sie eigentlich nur die Grenzwächterund Aufpasser der Wissenschaften seien; dazu dient ihnenbesonders die kantische Lehre, aus welcher sie einenmüssigen Skepticismus zu machen beflissen sind, um densich bald Niemand mehr bekümmern wird. Nur hier undda schwingt sich noch einer von ihnen zu einer kleinenMetaphysik auf, mit den gewöhnlichen Folgen, nämlichSchwindel, Kopfschmerzen und Nasenbluten. Nachdemes ihnen so oft mit dieser Reise in den Nebel und dieWolken misslungen ist, nachdem alle Augenblicke irgendein rauher hartköpfiger Jünger wahrer Wissenschaftensie bei dem Schopfe gefasst und heruntergezogen hat,nimmt ihr Gesicht den habituellen Ausdruck der Zimper-lichkeit und des Lügengestraftseins an. Sie haben ganzdie fröhliche Zuversicht verloren, so dass keiner nur nocheinen Schritt breit seiner Philosophie zu Gefallen lebt.Ehemals glaubten einige von ihnen, neue Religionen er-finden oder alte durch ihre Systeme ersetzen zu können;jetzt ist ein solcher Übermuth von ihnen gewichen, siesind meistens fromme, schüchterne und unklare Leute,nie tapfer wie Lucrez und ingrimmig über den Druck,der auf den Menschen gelegen hat. Auch das logischeDenken kann man bei ihnen nicht mehr lernen, und die