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irgend einer Stelle sich in die bestehenden Ordnungender Thätigen einfügt, so kann man sicher sein, dass nichtsRechtes dabei herauskommt — wie etwa bei allem Eifer,welchen Goethe selbst für das Theater zeigte ■—, vorallem dass keine „Ordnung“ umgeworfen wird. DerGoethe’sche Mensch ist eine erhaltende und verträglicheKraft — aber unter der Gefahr, wie gesagt, dass er zumPhilister entarten kann, wie der Mensch Rousseau’s leichtzum Catilinarier werden kann. Ein wenig mehr Muskel-kraft und natürliche Wildheit bei jenem, und alle seineTugenden würden grösser sein. Es scheint, dass Goethewusste, worin die Gefahr und Schwäche seines Menschenliege, und er deutet es mit den Worten Jarno’s an WilhelmMeister an: „Sie sind verdriesslich und bitter, das istschön und gut; wenn Sie nur einmal recht böse werden,so wird es noch besser sein.“
Also, unverhohlen gesprochen: es ist nöthig, dasswir einmal recht böse werden, damit es besser wird.Und hierzu soll uns das Bild des SchopenhauerischenMenschen ermuthigen. Der SchopenhauerischeMensch nimmt das freiwillige Leiden derWahrhaftigkeit auf sich, und dieses Leiden dientihm, seinen Eigenwillen zu ertödten und jene völligeUmwälzung und Umkehrung seines Wesens vorzube-reiten, zu der zu führen der eigentliche Sinn des Lebensist. Dieses Heraussagen des Wahren erscheint den andernMenschen als Ausfluss der Bosheit, denn sie halten dieConservirung ihrer Halbheiten und Flausen für einePflicht der Menschlichkeit und meinen, man müsse bösesein, um ihnen also ihr Spielwerk zu zerstören. Sie sindversucht, einem Solchen zuzurufen, was Faust dem Me-phistopheles sagt: „So setzest du der ewig regen, derheilsam schaffenden Gewalt die kalte Teufelsfaust ent-
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