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ment. Wir nehmen eine Wage und legen in die eineder Wagschalen Hartmann’s Unbewusstes, in die andreHartmann’s Weltprozess. Es giebt Menschen, welcheglauben, dass sie beide gleich viel wiegen werden: dennin jeder Schale läge ein gleich schlechtes Wort und eingleich guter Scherz. — Wenn erst einmal Hartmann’sScherz begriffen ist, so wird Niemand Hartmann’s Wortvom „Weltprozess“ mehr brauchen als eben zum Scherz.In der That, es ist längst an der Zeit, gegen die Aus-schweifungen des historischen Sinnes, gegen die über-mässige Lust am Prozesse auf Unkosten des Seins undLebens, gegen das besinnungslose Verschieben aller Per-spectiven mit dem ganzen Heerbanne satirischer Bos-heiten vorzurücken; und es soll dem Verfasser der Philo-sophie des Unbewussten stets zum Lobe nachgesagtwerden, dass es ihm zuerst gelungen ist, das Lächerlichein der Vorstellung des „Weltprozesses“ scharf zu empfin-den und durch den sonderlichen Ernst seiner Darstellungnoch schärfer nachempfinden zu lassen. Wozu die „Welt“da ist, wozu die „Menschheit“ da ist, soll uns einstweilengar nicht kümmern, es sei denn, dass wir uns einenScherz machen wollen: denn die Vermessenheit des kleinenMenschengewürms ist nun einmal das Scherzhaftesteund Heiterste auf der Erdenbühne; aber wozu du Ein-zelner da bist, das frage dich, und wenn es dir sonstKeiner sagen kann, so versuche es nur einmal, den Sinndeines Daseins gleichsam a posteriori zu rechtfertigen,dadurch dass du dir selber einen Zweck, ein Ziel, ein„Dazu“ vorsetzest, ein hohes und edles „Dazu“. Gehe nuran ihm zu Grunde — ich weiss keinen besseren Lebens-zweck, als am Grossen und Unmöglichen, aniwiae magnaeprodigus, zu Grunde zu gehen. Wenn dagegen die Lehrenvom souveränen Werden, von der Flüssigkeit aller Be-