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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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Beispiel (S. 136):ein Wahn, den sich und derMenschheit abzuthun, das Bestreben jedes zurEinsicht Gekommenen sein müsste. Diese Con-struction ist falsch, und wenn das ausgewachsene Ohrdes Scriblers dies nicht merkt, so will ich es ihm insOhr schreien: manthut entweder etwas von Jemandemab oderman thut Jemanden einer Sache ab; Strausshätte also sagen müssen:ein Wahn, dessen sich unddie Menschheit abzuthun oderden von sich und derMenschheit abzuthun. Was er aber geschrieben hat, istLumpen-Jargon. Wie muss es uns nun Vorkommen, wennein solches stilistisches Pachyderma gar noch in neugebildeten oder umgeformten alten Worten sich umher-wälzt, wenn es von demeinebnenden Sinne derSozialdemokratie (S. 279) redet, als ob es SebastianFrank wäre, oder wenn es eine Wendung des HansSachs nachmacht (S. 259):die Völker sind die gott-gewollten, das heisst die naturgemässen For-men, in denen-die Menschheit sich zum Daseinbringt, von denen kein Verständiger absehen,kein Braver sich abziehen darf. (S. 252):Nacheinem Gesetze besondert sich die menschlicheGattung in Racen; (S. 282):Widerstand zu be-fahren. Strauss merkt nicht, warum so ein alterthüm-liches Läppchen mitten in der modernen Fadenscheinig-keit seines Ausdrucks so auffällt. Jedermann nämlichmerkt solchen Wendungen und solchen Läppchen an,dass sie gestohlen sind. Aber hier und da ist unser Flick-schneider auch schöpferisch und macht sich ein neuesWort zurecht: S. 221 redet er von einemsich ent-wickelnden aus- und emporringenden Leben:aberausringen wird entweder von der Wäscherin ge-sagt oder vom Helden, der den Kampf vollendet hat