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Beispiel (S. 136): „ein Wahn, den sich und derMenschheit abzuthun, das Bestreben jedes zurEinsicht Gekommenen sein müsste.“ Diese Con-struction ist falsch, und wenn das ausgewachsene Ohrdes Scriblers dies nicht merkt, so will ich es ihm in’sOhr schreien: man „thut entweder etwas von Jemandemab“ oder „man thut Jemanden einer Sache ab“; Strausshätte also sagen müssen: „ein Wahn, dessen sich unddie Menschheit abzuthun“ oder „den von sich und derMenschheit abzuthun“. Was er aber geschrieben hat, istLumpen-Jargon. Wie muss es uns nun Vorkommen, wennein solches stilistisches Pachyderma gar noch in neugebildeten oder umgeformten alten Worten sich umher-wälzt, wenn es von dem „einebnenden Sinne derSozialdemokratie“ (S. 279) redet, als ob es SebastianFrank wäre, oder wenn es eine Wendung des HansSachs nachmacht (S. 259): „die Völker sind die gott-gewollten, das heisst die naturgemässen For-men, in denen-die Menschheit sich zum Daseinbringt, von denen kein Verständiger absehen,kein Braver sich abziehen darf“. — (S. 252): „Nacheinem Gesetze besondert sich die menschlicheGattung in Racen“; (S. 282): „Widerstand zu be-fahren“. Strauss merkt nicht, warum so ein alterthüm-liches Läppchen mitten in der modernen Fadenscheinig-keit seines Ausdrucks so auffällt. Jedermann nämlichmerkt solchen Wendungen und solchen Läppchen an,dass sie gestohlen sind. Aber hier und da ist unser Flick-schneider auch schöpferisch und macht sich ein neuesWort zurecht: S. 221 redet er von einem „sich ent-wickelnden aus- und emporringenden Leben“:aber „ausringen“ wird entweder von der Wäscherin ge-sagt oder vom Helden, der den Kampf vollendet hat