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1 : Abth. 1 (1899) Unzeitgemässe Betrachtungen : erstes bis viertes Stück. - 4./5. Tsd. Die Geburt der Tragödie
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Nach diesen allgemeinen Voraussetzungen und Gegen-überstellungen nahen wir uns jetzt den Griechen, umzu erkennen, in welchem Grade und bis zu welcher Höhejene Kunsttriebe der Natur in ihnen entwickeltgewesen sind: wodurch wir in den Stand gesetzt werden,das Verhältniss des griechischen Künstlers zu seinen Ur -bildern, oder, nach dem aristotelischen Ausdrucke,dieNachahmun a' der JSfatur tiefer zu verstehn und zu wür-digen. Von den Träumen der Griechen ist trotz allerTraumlitteratur derselben und zahlreichen Traumanecdotennur vermuthungsweise, aber doch mit ziemlicher Sicher-heit zu sprechen: bei der unglaublich bestimmten undsicheren plastischen Befähigung ihres Auges, sammt ihrerhellen und aufrichtigen Farbenlust, wird man sich nichtentbrechen können, zur Beschämung aller Spätergeborenen,auch für ihre Träume eine logische Causalität der Linienund Umrisse, Farben und Gruppen, eine ihren bestenReliefs ähnelnde Folge der Scenen vorauszusetzen, derenVollkommenheit uns, wenn eine Vergleichung möglichwäre, gewiss berechtigen würde, die träumenden Griechenals Homere und Homer als einen träumenden Griechenzu bezeichnen: in einem tieferen Sinne als wenn dermoderne Mensch sich hinsichtlich seines Traumes mitShakespeare zu vergleichen wagt.

Dagegen brauchen wir nicht nur vermuthungsweisezu sprechen, wenn die ungeheure Kluft aufgedeckt wer-den soll, welche die dionysischen Griechen von dendionysischen Barbaren trennt. Aus allen Enden der altenWelt um die neuere hier bei Seite zu lassen vonRom bis Babylon können wir die Existenz dionysischerFeste nachweisen, deren Typus sich, besten Falls, zu demTypus der griechischen verhält, wie der bärtige Satyr,dem der Bock Namen und Attribute verlieh, zu Dionysus