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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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vergesslich macht: bei jedem ihrer Bilder kann manThränen vergiessen. Nur wo die heilige Misere beginnt,da empfindet man nicht mehr mit das Wissen um dieFolgen derselben hält das Gegengewicht.

496.

Für viele Maler war schön der Ausdruck derFrömmigkeit. Und da eine gewisse Armuth an Fleisch,eine peinliche Haltung an den Frommen zu sehen war,übertrugen diese die Empfindung des Schönen auch ge-rade auf diese Formen. Eine sehr lange und strengeGewohnheit würde zuletzt sogar den Geschlechtssinn irreführen: der sehr fern davon ist, unbewusste Zweck-mässigkeit zu Gunsten des zu Erzeugenden zu verfolgen.

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