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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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330
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Redlichkeit in der Kunst nichts zu thun mit Rea-lismus! Wesentlich Redlichkeit der Künstler gegen ihreKräfte: sie wollen sich selber nicht belügen, noch be-rauschen, keinen Effect auf sich machen, sondern dasErlebniss (den wirklichen Effect) nachahmen.

446.

Die Kunst hat auch die Phantasie-Befriedigung: undes ist diese unschuldiger und harmloser als sonst, weildie Schönheit den Maassstab des Ma asses mitbringt:sodann weil die Musen sagen:wir lügen.

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Der Dichter scheint fortwährend Zugänge zu einerneuen oder besseren Erkenntniss von Natur und mensch-lichen Dingen zu eröffnen: bevor man noch recht be-griffen hat, dass, was hier so aufregend winkt, ein Irrlichtist, gaukelt schon wieder ein anderes vor den Sinnen.Die Vergleichungen, die Metaphern des Dichters sind vonihm durchaus nicht als solche gegeben, sondern als neue,bisher unerhörte Identitäten, vermöge deren ein Reichder Erkenntniss sich zu eröffnen scheint Je wenigernoch darüber feststeht, was in der Natur wirklich wahrund erwiesen ist, um so stärker ist die Wirkung desDichters, um so grösser seine Schauspielerkunst, zeitweiligden Ergründer der Natur zu repräsentiren. Die Frage,wie weit etwas, das ein Dichter sagt, wahr ist, ist einePedanterie. Aller Werth liegt gerade darin, dass es nureinen Augenblick wahr scheint, und dies gilt von seiner