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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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finden, fanden es, und boten der Welt ihre neue Art vonGlück an. Ein Glück solchen Ursprungs war die grössteParadoxie des Alterthums; die damalige Bildung war zuparadoxensüchtig, um es nicht sehr anziehend zu finden.Das Heil kommt von den Juden, das war ein Satz,gegen den kein geistreicher Alter seine Haltung auf dieDauer behauptete.Versuchen wir es also mit denJuden, so klang die innere Stimme, durch welcheder Geist auf die Seite der grossen Bewegung gerufenwurde.

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Das Christenthum hat der geistigen Armuth dasHimmelreich verheissen: aber der erste gebildete undgeistreiche Christ hat dem Christenthum seine Dialectikund Rhetorik gegeben, ohne diese wäre es an seinergeistigen Armuth zu Grunde gegangen.

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Das erste Christenthum schätzte am höchsten dieEigenschaften, die zur Mission befähigten, um vor demnahen Ende die Lehre bis an die Grenzen der Erde zutragen. (Ehelosigkeit und Verlassen der Güter.) Welt-flucht hiess, das griechisch-römische Leben nicht mit-machen, da dies durch und durch auf heidnischer Culturruhte. Neuplatonische Grundannahme, dass wir für einhöheres Leben zu leben hätten; die Erde erschien zu niedrig,insgleichen die Cultur. Dieser naive Stolz!Entrücktund erhoben sein von der Erde Berühren des höchstenWeltgrundes im Gefühl eine Art platonischer Er-kenntnis alles Täuschung. Die neuplatonische An-sicht verschmolz mit dem Christenthum, es sind die