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des Stolzes. Als Gesetzgeber ist er dem Gesetz über-legen, er kann Höheres darüber hinaus zeigen, es voll-enden: wie ungereimt für ihn, etwas zu thun, das widerseine fixe Idee geht! Von dieser Höhe aus sehnt ersich nach Liebe — die Menschen sollen an ihnglauben: das ist das Einzige, was ihm fehlt, und dafürwill er ihnen alles geben, was er kann, zum BeispielGottes Gnade. Die Kinder, die Armen, die Dummen,die Verachteten, die sich selber Verachtenden sind seineLieblinge. Er dichtet sich seinen Gott nach seinem Bilde,so dass er Liebe erweisen kann als Gott: er eliminirtund schwächt Vorstellungen, aus denen ein anderer Gottsich ergiebt. Seine Redlichkeit gegen sich ist sehr ge-ring, er hat weder in Bezug auf seinen Glauben alsGottessohn ein feines Gewissen, noch in Bezug auf seineErkenntniss der Natur und des Menschen. Er belügtsich, ganz im Dienste seiner Leidenschaft: was er nichtkennt, schätzt er nicht, er behandelt sich als Maass derDinge, mit der Unerfahrenheit eines einsamen Schäfers,der nur Schafe um sich hat. Sein wunder Punkt ist,dass die Menschen ihm nicht glauben wollen, währender sich selber glaubt: und hierbei wird seine Phantasiegrausam und düster, und er dichtet die Hölle für die,welche nicht an ihn glauben. Sein Mangel an Bildungschützt ihn davor, sich die Entstehung einer Leidenschaftvorzustellen und sich selber einmal objectiv zu sehen:er steht nie über sich (wie zum Beispiel Napoleon). DasFurchtbarste, ewig Unsühnbare der Menschen wurde dasVerschmähen seiner Liebe: das ist ein gemeiner Zug.Ebenso seine Verdächtigung der Reichen, des Geistes,des Fleisches — seine Milde und Nachsicht ist kurz undganz egoistisch.