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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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des practischen Christen, der in der Welt steht, ist nichtder Welterfolg, sondern das Nicht-mehr-handeln-müssenoder sogar der Misserfolg. Jene Unseligkeit und dieseMisserfolge sind die Mittel und Stufen zur Entweltlichung.Giebt es noch Christenthum? Es scheint, es ist schonam Ziele seiner Entweltlichung, nämlich zur Welt hinaus.Aber es hat, bevor es schied, an die Wand seine Schriftgemalt, und diese ist noch nicht verschwunden:dieWelt ist verächtlich, die Welt ist böse, die Welt ist dasVerderben.

'406.

Woher kommt es, dass das Christenthum die Grau-samkeit gegen die Thiere in Europa verbreitet hat, trotzseiner Religion des Mitleidens ? Weil es viel mehr alsdies auch eine Religion der Grausamkeit gegen Men-schen ist.

407.

Die Sünden-Betonung hat den egoistischen Gedankenan die persönlichen Folgen jeder .Handlung hundertfachverschärft, und davon abgelenkt, die Folgen für andereauszudenken. Das Unrecht gegen Gott dadurch istdie Gedankenlosigkeit über Handlungen und all-gemein e Nach wirkun gen derselben für dieMenschheit gross geworden. Die Reue, der Gewissens-biss! Der Christ denkt nicht an den Nächsten, er istungeheuer mit sich beschäftigt.

'408.

Keine Mythologie hat schädlichere Folgen gehabt,als die, welche von der Knechtschaft der Seele unter demKörper spricht.