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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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Es ist eine sicher und lange ausgeführte Vor-stellung vomIch, die uns am lustvollsten ist undals Motiv wirkt zu thun und zu lassen (die Meistenhaben keines!). Wenn es nicht ausführbar ist, ja wennes nicht ausgeführt wird, so ist es fehlerhaft ent-worfen, aus Unkenntniss von uns. Jedenfalls ist es einnoth wendiges Product aller unserer Fähigkeiten: bei demEinen eine leere Phantasterei, bei dem Anderen eineschöne Dichtung, bei dem Dritten ein architectonischerEntwurf und hier giebt es wieder alle Arten vonGeschmack der Architectur. Ein Versuch, unser un-endlich complicirtes Wesen in einer Simplifica-tion zu sehen und zu begreifen. Ein Bild für einDing.

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Allgemein hält man keine Handlung für verständ-lich, ausser der nach Zwecken: und überhaupt keine Be-wegung in der Welt. Deshalb gieng das frühere Denkendarauf aus, alle Bewegung in der Welt als zweckmässigund zweckbewusst zu erklären (Gott). Es ist der grössteWendepunkt der Philosophie, dass man die Handlungnach Zwecken nicht mehr begreiflich fand; damitsind alle früheren Tendenzen entwerthet.

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Seltsames Loos des Menschen! Er lebt siebzig Jahreund meint, etwas Neues und Niedagewesenes währenddieser Zeit zu sein und doch ist er nur eine Welle, inder die Vergangenheit der Menschen sich fortbewegt, under arbeitet immer an einem Werke von ungeheurer Zeit-

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