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eine Pflicht! Unsinn! ihr Physiologen! Die Menschensind so erbärmlich geworden, dass auch die Philosophengar nicht die tiefe Verachtung merken, mit der dasAlterthum und das Mittelalter diesen „selbstverständlichenWerth der Werthe, das Leben“ behandeln.
'160.
Das Princip „das Wohl der Mehrzahl geht über dasWohl der Einzelnen“ genügt, um die Menschheit alleSchritte bis zur niedersten Thierheit zurück machen zulassen. Denn das Umgekehrte („die Einzelnen mehrwerth als die Masse“) hat sie erhoben.
161.
Das Leben für die Zukunft — das ist eine Folge derMoral, bei der das ganze Leben, das heisst die Summealler gegenwärtigen Momente, eine Thorheit und Jagdund Unannehmlichkeit wird. Das Leben für die Andereneine Folge der Moral, bei der die Anderen willkürlichgemaassregelt werden und der Mensch selber allen seinenVerstandes- und Herzensschwächen um seines gutenZieles willen ohne Bedenken nachhängt.
162.
Wie das Leben für andere entsteht! Bei einemDiener, der zuerst mit Zwang und Strafen an das Interesseseines Herrn denkt; allmählich fällt ihm das eher ein alssein eigenes, weil er gemerkt hat, dass sein Wohl vondem des Herrn und der guten Stimmung desselben ab-hängt: endlich sieht er darnach, wie der Gärtner nachden Pflanzen, sie sind ihm fortwährend gegenwärtig, ge-