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2. Metaphysik.
84.
Ein Reich ganz unmenschlicher Necessität enthülltsich immer mehr! Endlich lachen wir selber mit, zusehen, wie wir ehemals mit unseren Trieben und Triebchendas zu ersetzen und verstehen meinten, mit Neigung undHass, Wille oder Zweck u. s. w. Die Welt als eineMenschen-Welt ist uns ein Gelächter geworden: wie dieAstrologie. Unsere Stellung zu dieser Welt möglichstpathetisch einzunehmen, war das Bestreben aller Philo-sophen: die Idealisten zuletzt wussten uns zur Haupt-sache zu machen und die Welt zu einer Art Erzeugnissvon uns: als ob der Spiegel sagte: „ohne mich ist nichts,ich bin der Urheber“. Zuletzt sind wir selber in dasungeheuere System eingeflochten und bewegen uns inihm: immer aber bleibt uns noch genug des Unerkanntenan uns, und das bleibt der Tummelplatz unseresHochmuthes. Ja, nachdem wir so viel von der Po-sition des Menschen in der Welt preisgegeben, findetauf dieser letzten Stätte ein Kampf um die „höchstenRechte der Menschheit“, einer um Leben und Tod statt.Es ist der ganze Stolz, und alle Triebe dienen ihmdabei! Der höhere Werth der Moralität wird kühndem ganzen Weltgesetz entgegengesetzt, und mensch-liche Ziele als Ziel der Welt gesetzt. Mit „gut“ und„schön“ und „wahr“ meint man die Ausnahmestellung,seine Göttlichkeit bewiesen zu haben: die Wissenschaftim Dienste der alten Triebe kämpft und vertheidigt denGott im Menschen, nachdem sie ihn sonst hat fahrenlassen — den freien Gott.