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482.
Das sterbende Kind. — Man giebt einem Kinde,das sterben muss, alles, was es will, Zuckerbrod — wasthut es, wenn es sich den Magen verdirbt? — Und sindwir nicht alle in der Lage eines solchen Kindes? —
483-
Sehnsucht nach dem Tode. — Wie der See-kranke vom Schiff in erstem Morgengrauen nach derKüste zu späht, so sehnt man sich oft nach dem Tode— man weiss, dass man den Gang und die Richtungseines Schiffes nicht verändern kann.
484.
Freunde, nichts verbindet uns, aber wir haben Freudean einander, bis zu dem Grade, dass der Eine des AnderenRichtung fördert, selbst wenn sie schnurstracks der seinenentgegenläuft.
485-
Freunde, wir haben Freude an einander als anfrischen Gewächsen der Natur und Rücksicht gegen ein-ander: so wachsen wir wie Bäume neben einander auf, undgerade deshalb straff aufwärts und gerade, weil wir durcheinander uns ziehn.
486.
Man muss nur etwas Gutes und Neues vollbringen:dann erlebt man an seinen Freunden, was es heisst: zumguten Spiel eine böse Miene machen.
487.
Jener Abschied, wo man endlich sich trennt, weil dieEmpfindung und das Urtheil nicht mehr zusammen gehen