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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
Seite
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Individuum vererbt werden, um ihm eine siegreiche, froheIsolation von den öffentlichen Meinungen zu ermöglichen:dieser Zeitpunkt ist jetzt wieder in England eingetreten,welches unverkennbar in Philosophie, Naturwissenschaft,Geschichte, auf dem Gebiete der Entdeckungen und derCulturVerbreitung gegenwärtig allen Völkern vorangeht.Die wissenschaftlichen Grössen verhandeln da mit ein-ander wie Könige, welche sich zwar alle als Verwandtebetrachten, aber Anerkennung ihrer Unabhängigkeit vor-aussetzen. In Deutschland glaubt man dagegen allesdurch Erziehung, Methoden, Schulen zu erreichen: zumZeichen dafür, dass es an Charakteren und bahnbrechen-den Naturen mangelt, welche zu allen Zeiten für sichihre Strasse gezogen sind. Man züchtet jene nützlichenArbeiter, welche mit einander, wie im Tacte, arbeitenund denen das Pensum in jenen Zeiten schon vor-geschrieben worden ist, als Deutschland, vermöge seineroriginalen Geister, die geistige Führerschaft Europas inne-hatte: also um die Wende des vorigen Jahrhunderts.

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Es ist den Deutschen wieder einmal so gegangen,wie nach der Reformation; ebenso haben sie jetztSchillers und Goethes Reformation, den hohen Geist, indem sie wirkten, völlig eingebüsst; alles, was jetzt gelobtwird, ist ein volles Gegenstück dazu, und so hat sich beiden Ehrlichen eine Art Verachtung gegen jenen Geistausgebildet. Es kommt durchaus darauf an, dass derMensch gross ist; was dazu gehört, ist nicht zu schnellzu taxiren; aber das Nationale, wie es jetzt verstandenist, fordert als Dogma geradezu die Beschränktheit.Wie fühlen sich die Schächer über Schiller hinaus!