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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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163.

Die Laster haben vielen Anlass zur Freigeisterei ge-geben. Ebenso die Furcht vor den ewigen Strafen: manschüttelte diesen lästigen Gedanken weg und wurde da-bei die Religion los.

164.

Ebensowohl Gott als der Teufel kann mit Fug undRecht zu dem Menschen sprechen:Verachte nur Ver-nunft und Wissenschaft, so haben wir dich unbedingt.In diesem Punkte sind sie Verbündete. Übrigens siehtman dabei, dass es mit jenemunbedingt nicht viel aufsich hat.

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Der ehemalige Wunderbeweis. Wenn je-mand seine Hand in glühend flüssiges Metall tauchtund unversehrt herauszieht, so setzt es immer noch inErstaunen, aber ehemals meinte man gewiss ein Wunderzu sehen: der es that, glaubte selber an eine geheimniss-volle Kraft und übernatürlichen Beistand. Auch der,welcher die Erklärung der Thatsache jetzt nicht weiss,meint doch, es gehe natürlich zu und es werde ihm sogut glücken wie jenem. Ehemals hätte man jede Be-hauptung damit beweisen können und jeder hätte einemsolchen Beweise geglaubt.

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Aberglaube. Menschen in grosser Erregungsind am abergläubischsten. Die Wiederherstellung derReligionen liegt in Perioden grosser Erschütterung undUnsicherheit. Wo alles -weicht, greift man nach demStrickwerk der Illusionen des Jenseits.