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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
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Einem Unglücklichen, der einen Trost will, mussman entweder zeigen, dass alle Menschen unglücklichsind: das ist eine Wiederherstellung seiner Ehre,insofern sein Unglück dann ihn doch nicht unterdas Niveau herabdrückt: wie er geglaubt hat. Oderman muss zeigen, dass sein Unglück ihn unter

den Menschen auszeichne.

132.

Jeder Mensch hat seine eigenen Recepte dafür, wiedas Leben zu ertragen ist und zwar wie es leicht zu er-halten ist oder leicht zu machen ist, nachdem es sicheinmal als schwer gezeigt hat.

r 33-

Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herab-stürzenden, jähen Bach des Lebens, hundertmal vomGischt verschlungen und sich immer von neuem zu-sammensetzend , und mit zarter schöner Kühnheit ihnüberspringend, dort wo er am wildesten und gefährlichstenbraust.

r 34-

Gaudii maxima pars est oblivio. Dolor de se ipsomeditatur.

135-

Glück und Unglück. Bei manchen Menschenzeigt sich das Glück ergreifender als ihr Unglück.Wer kann heitere Musik aus einem Irrenhause heraustönend ohne Thränen hören?