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Verdienste für ihn sprechen: so unterdrückt er den Ge-danken an Wiedervergeltung, wird aber dabei nicht froh;er ist an die Zeit gewiesen, an das Schwächerwerdenaller Erinnerungen.
x 11.
Es ist entweder das Zeichen einer sehr ängstlichenoder sehr stolzen Gesinnung, in jedermann, auch in Freun-den, Gönnern, Lehrern, die Gefahr eines tyrannischenÜbergewichtes zu sehen, und sich in Acht zu nehmen,grosse Wohlthaten zu empfangen. Aber es wird keinenFreigeist geben, der nicht diese Gesinnung hätte.
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I 12.
Die Eitelkeit hat zwei Quellen, entweder in dem Ge-fühl der Schwäche oder in dem der Macht. Der Mensch,sobald er seine Hülflosigkeit als Einzelner und das Maassseiner Kräfte und Besitzthümer wahrnimmt, sinnt aufAustausch mit dem Nächsten. Je höher diese seineKräfte und Besitzthümer taxiren, um so mehr kann erfür sich bei diesem Austausche gewinnen. Nun kennter von allem, was er besitzt, die schwachen Seiten nur zugenau. Deshalb verdeckt er diese und stellt die starken,glänzenden Eigenschaften an’s Licht. Dies ist die eineArt der Eitelkeit; dazu gehört die andere, welche denSchein von glänzenden Eigenschaften, die in Wahrheitnicht da sind, erwecken will: beide zusammen bilden diesehende Eitelkeit (welche Verstellung ist). Der auf dieseWeise eitle Mensch will Begehrlichkeit nach sich unddamit höhere Taxation erzeugen. Neid entsteht, wenneiner begehrlich ist, aber keine oder kaum eine Aussichthat, seine Begehrlichkeit durch Tausch zu befriedigen.