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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
Seite
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Gegen Socrates kann man jetzt einwenden, dass esmit der menschlichen Tugend nichts ist, aber sehr vielmit der menschlichen Weisheit.

12 .

Auf die reine Erkenntniss der Dinge lässt sichkeine Ethik gründen: da muss man sein wie die Natur,weder gut noch böse.

*3-

Der Weg vom Freidenken geht nicht zum Frei-handeln (individuell), sondern zum regierungsweisen Um-gestalten der Institutionen.

14.

Der neue Reformator nimmt die Menschen wieThon. Durch Zeit und Institutionen ist ihnen allesanzubilden, man kann sie zu Thieren und zu Engelnmachen. Es ist wenig Festes da.Umbildung derMenschheit!

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Die Verdunkelung von Europa kann davon abhängen,ob fünf oder sechs freiere Geister sich treu bleibenoder nicht.

16.

Vom Standpunkt des intellectualen Gewissenszerfallen die Menschen in gute, solche, welche denguten Willen haben, sich belehren zu lassen undsolche, welche diesen Willen nicht haben, die bösen.

Nietzsche, Werke II. Abtheilung Band XI.

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