Verlag von C. G. NAUMANN in Leipzig.
Prof. Dr. Adalbert Svoboda.
Gestalten des Glaubens.
Culturgeschichtliches und Filosofisches.
Zweite vermehrte und verbesserte Auflage.
Band I. Inhalt: Aus Urschichten menschlichen Denkens. — Dieältesten Bildungen der Poesie. Personificationen. — Wie Mythen ent-stehen. — Thiere in der Geschichte des Glaubens. — Urdogmen. — DerErlösungsgedanke. — Warum an Paradiese geglaubt wird. — Die ältestenGlaubensgestalten. — Elbisches Kleinvolk. — Das Naturböse in Person. —Seelen und Teufel in der Unterwelt. — Entwickelung des Wunderglaubens. —Wie ist die Welt entstanden? — Einflusskreise der Götter. — Götter sollenhelfen und nützen. — Fetische. — Menschen Vorbilder für Götter. — DieVergöttlichung von Helden. — Gottheiten der Fortpflanzung. — GöttlicheSpiel- und Sonderarten. — Wie die Theologie rechnet. — Himmelsleutein Charaktermasken. — Sinnbilder für religiöse Vorstellungen.
Band II. Inhalt: BegrifFsgötter. — Der Glaube an einen Gott. —Selbstschilderung Jahve’s. — Allah. — Rang- und Aemterwechsel derGötter. — Anfänge des Pantheismus. — Formen der Götterverehrung. —Freiwilliges Entsagen und Entbehren. — Wollustformen der Andacht. —Götter nur Worte. — Das Wissen um die Zukunft und die Spracheder Götter. — Allgemeines über Profeten. Besonderes über Zarathustraund Nanak. — Buddha und seine Lehre. — Mohamed. — Bedeutung derPriester in der Geschichte menschlicher Thorheiten. — Thron und Altar.Abkunft des Gottesgnadentums. — Götter und Poesie. — Komisches inMythen und in religiösen Dichtungen. — Humor in Götter- und Teufels-geschichten. — Religiöse Erbschaften. Gemeinsamkeit des Mythen- undDogmenbesitzes. — Christus. — Auflehnungen gegen Götter und Dogmen. —Religion und Sittlichkeit. — Namens- und Sachregister.
Band I. Gross 8°. X. 334 Seiten . . Brosch. Mark 6.—, geb. Mark 7.50Band II. Gross 8°. IV. 422 Seiten . . „ „ 7.—, „ „ 8.75
Beide Bände zusammen bezogen „ „ 12.—, ,, 15.—
Prof. Dr. Ernst Hackel bemerkt auf Seite 241 seiner neuesten Schrift: ,,Die Welt-räthsel“: „Eine kritische Vergleichung der unzähligen bunten Phantasiegebilde, welcheder Unsterblichkeitsglaube der verschiedenen Völker und Religionen seit Jahrtausendenerzeugt hat, gewährt das merkwürdigste Bild; eine hochinteressante, auf ausgedehnteQuellenstudien gegründete Darstellung derselben hat Adalbert Svoboda gegeben inseinen ausgezeichneten Werken: „Seelenwahn“ (Th. Grieben-Fernau, Leipzig 1886)und „Gestalten des Glaubens“ (C. G. Naumann, Leipzig 1898).“
K. P. Rosegger schreibt im ,,Heinigarten“ : Wenn dieses gross angelegte Werk„Geschichte der Religionen“ sich betitelte, so würde der Titel viel und beziehungsweiseRichtiges sagen.
In den „Gestalten des Glaubens“ hat der bekannte Kunst- und KulturhistorikerProf. Dr. Svoboda zum ersten Male das Entstehen, Fortentwickeln und die Verwandt-schaft aller Schöpfungen der Phantasie, einerlei ob siSh dieselben in bildlichen oderschriftlichen Urkunden (Liedern, Epen, Märchen, Sagen, Mythen, Dogmen, Denkmälernder bildenden Kunst) wiederfinden, einer vergleichenden Kritik unterzogen, deren Er-gebnisse praktischen Zwecken und wirklichen Lebenszielen zu Gute kommen sollen.
Erlanger Tageblatt.
Svoboda, Ad., Ideale I<ebensziele, Ä Bände. Prosjpecte gratis.