Verlag von C. G: NAUMANN in Leipzig.
Epitome
der
Synthetischen Philosophie Herbert Spencer’s
von
F. Howard Collins.
Mit einer Vorrede von Herbert Spencer.Uebersetzt von Prof. Dr. J. Victor Carus.
Gr. 8°. 46 Bogen. Preis brosckirt Mark 11.—, geb. Mark 13.—
Es ist ein grosses, unbestrittenes Verdienst F. Howard Collins’, von HerbertSpencer’s „Synthetischer Philosophie“, welche ausser den „Allgemeinen Grundlagen“bis jetzt in neun Bänden durch verschiedene Erkenntnissgebiete ausführlich dargelegt undentwickelt ist, einen mit grosser Umsicht und äusserster Gewissenhaftigkeit gemachtenAuszug verfasst zu haben. Die immer grössere Verbreitung und weitere Anerkennungfindende, dem Dogmatismus der älteren Schulphilosophie nicht sklavisch folgende, indessenmit ihm nicht vollständig brechende Philosophie Herbert Spencer’s, welcher dieevolutionistische Lehre seines grossen Landsmannes Charles Darwin, sie auf dasGeistesleben und die daraus sich ergebende Weltanschauung in folgerechter und erfolg-reicher Weise anwendend, weiter philosophisch begründet und dadurch zu äusserst werth-vollen Ein- und Ausblicken geführt hat und noch weiter zu führen bestimmt ist, wird inCollins’ „Epitome“ dem Leser in knapp gehaltener, streng dem GedankengangSpencer’s folgender Form dargelegt und bietet damit sowohl eine sicher orientierendeEinleitung in das System Herbert Spencer’s als einen zuverlässigen Führer durchdasselbe dar.
Dass die Epitome in weiteren Kreisen willkommen war, beweistihre bisherige Verbreitung in fünf englischen, einer amerikanischen,einer russischen und zwei französischen Ausgaben bez. Uebersetzungen.Ihnen reiht sich nun die von Prof. J. Victor Carus besorgte deutscheAusgabe an.
Prof. Dr. D. Franz Overbeck.
Christlichkeit der Theologie.
2. Auflage.
8 n . 15 Bogen. Broscliirt Mark 3.50, gebunden Mark 4.50
Die Wiedererscheinung obiger Schrift, die vor dreissig Jahren Prof. Dr. D. Overbeckin Basel unter dem Titel: '„Die Christlichkeit der heutigen Theologie“ als Zwillings-geschwister von Nietzsche’s erster Unzeitgemässer Betrachtung auf den Plantreten Hess, ist in ganz einzigartiger Weise berufen, wirksam in diejenigen Strömungenim modernen Geistesleben einzugreifen, die zur Zeit recht eigentlich an der Tagesordnungsind. Hat doch das jetzt im Neudruck erscheinende Schriftchen vor der „modern-theo-logischen Bewegung“ das eine voraus, dass es vor dem Beginn dieser Bewegung bereitsscharfsinnig und zwingend alle die Gesichtspunkte feststellte, von denen aus eine er-schöpfende Beurthcilung gerade dieser heutigen Kultursymptome sich gewinnen lässt.Und da nun der Verfasser in einem ausführlichen Vor- und Nachwort den Neudruckvollends auf die Höhe einer Tageserscheinung erhob, hat die kleine Schrift die unge-wöhnliche Bedeutung, die ihr vom Tage ihres Erscheinens an zukam, nicht nur seithernicht eingebüsst, sondern jetzt erst recht erhalten.