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non firmitate sed ieiunio consequuntur. (Dialogus deoratoribus cap. 25). Alles Wesentliche hat euch dieGeschichte nicht sagen mögen, sondern höhnend undunsichtbar stand sie neben euch, dem eine Staatsaction,jenem einen Gesandtschaftsbericht, einem andern eineJahreszahl oder eine Etymologie oder ein pragmatischesSpinnengewebe in die Hand drückend. Glaubt ihr wirk-lich, die Geschichte zusammenrechnen zu können wieein Additionsexempel und haltet ihr dafür euren gemeinenVerstand und eure mathematische Bildung für gut genug?Wie muss es euch verdriessen zu hören, dass andre vonDingen erzählen, aus den allerbekanntesten Zeiten heraus,die ihr nie und nimmer begreifen werdet!“
Wenn nun zu dieser historisch sich nennenden, derBegeisterung baren Bildung und zu der gegen allesGrosse feindseligen und geifernden Philisterthätigkeit nochjene dritte brutale und aufgeregte Genossenschaft kommt —derer die zum „Glücke“ rennen —, so giebt das in summaein so verwirrtes Geschrei und ein so gliederverrenkendesGetümmel, dass der Denker mit verstopften Ohren undverbundenen Augen in die einsamste Wildniss flüchtet— dorthin wo er sehen darf, was jene nie sehen werden,wo er hören muss, was aus allen Tiefen der Natur undvon den Sternen her zu ihm tönt. Hier beredet er sichmit den an ihn heranschwebenden grossen Problemen,deren Stimmen freilich ebenso ungemüthlich-furchtbar,als unhistorisch-ewig erklingen. Der Weichliche fliehtvor ihrem kalten Athem zurück, und der Rechnendeläuft durch sie hindurch, ohne sie zu spüren. Am schlimm-sten aber ergeht es mit ihnen dem „Gebildeten“, der sichmitunter in seiner Art ernstliche Mühe um sie giebt. Fürihn verwandeln sich diese Gespenster in Begriffsgespinnsteund hohle Klangfiguren. Nach ihnen greifend wähnt er