Vorrede.
Im lieben niederträchtigen Deutschland liegt jetzt dieBildung so verkommen auf den Strassen, regiert dieScheelsucht auf alles Grosse so schamlos, und tönt derallgemeine Tumult der zum „Glücke“ Rennenden so ohr-betäubend, dass man einen starken Glauben, fast im Sinnedes credo quia absurdum est, haben muss, um hier aufeine werdende Cultur doch noch hoffen und vor allemfür dieselbe — öffentlich lehrend, im Gegensätze zu der„öffentlich meinenden“ Presse — arbeiten zu können. MitGewalt müssen die, denen die unsterbliche Sorge um dasVolk am Herzen liegt, sich von den auf sie einstürmen-den Eindrücken des gerade jetzt Gegenwärtigen undGeltenden befreien und den Schein erregen, als ob siedasselbe den gleichgültigen Dingen zurechneten. Siemüssen so scheinen, weil sie denken wollen, und weil einwiderlicher Anblick und ein verworrener, wohl gar mitden Trompetenstössen des Kriegsruhms gemischter Lärmihr Denken stört, vor allem aber, weil sie an das Deutscheglauben wollen und mit diesem Glauben ihre Kraftverlieren würden. Verargt es diesen Gläubigen nicht,wenn sie sehr aus der Entfernung und von oben herabnach dem Lande ihrer Verheissungen hinschauen! Siescheuen sich vor den Erfahrungen, denen der wohl-