425
3 -
(Zum ersten Vortrag, Seite 323.)
Die allgemeine Bildung ist nur ein Vorstadium desCommunismus: die Bildung wird auf diesem Wege soabgeschwächt, dass sie gar kein Privilegium mehr ver-leihen kann. Am wenigsten ist sie ein Mittel gegen denCommunismus. Die allgemeinste Bildung d. h. die Barbareiist eben die Voraussetzung des Communismus. Die „zeit-gemässe“ Bildung geht hier in das Extrem der „augen-blickgemässen“ Bildung über: d. h. das rohe Erfassen desmomentanen Nutzens. Man sehe nur erst in der Bildungetwas, was Nutzen bringt: so wird man bald das, wasNutzen bringt, mit der Bildung verwechseln. Die all-gemeine Bildung geht in Hass gegen die wahre Bildungüber. Nicht die Cultur mehr ist die Aufgabe der Völker:aber der Luxus, die Mode. Keine Bedürfnisse haben istfür das Volk das grösste Unglück, erklärte einmal Las-salle. Daher die Arbeiterbildungsvereine: als deren Ten-denz mir mehrfach bezeichnet worden ist, Bedürfnisse zuerzeugen. Für den Nationalökonomen stellt sich ChristiParabel vom reichen Prasser und vom armen Lazarusgerade umgekehrt: der Prasser verdient Abraham’s
Schooss. — Also der Trieb nach möglichster Verall-gemeinerung der Bildung hat seine Quelle in einer völ-ligen Verweltlichung, in einer Unterordnung der Bildungals eines Mittels unter den Erwerb, unter das roh ver-standene Erdenglück.
4 -
Skizze des sechsten Vortrags.Mein Freund entgegen gegangen.