Druckschrift 
9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
Seite
382
Einzelbild herunterladen
 

382

und Pseudocultur! Was will der dumme Hund von uns!Vermaledeiter Hund, weg von hier, du Uneingeweihter,Nie-einzuweihender, weg von uns und unseren Eingewei-den, gehe schweigend zurück, schweigend und beschämt!'Nach dieser Anrede klärte sich die Scene etwas: so weitsie sich in der völligen Dunkelheit des Waldes klärenkonnte.Sie sind es! rief der Philosoph.UnserePistolenschützen! Wie haben Sie uns erschreckt! Wastreibt Sie, so auf mich nächtlicher Weile loszustürzen?Freude, Dank, Verehrung treibt uns, sagten wirund schüttelten die Hände des Greises, während derHund ein ahnungsreiches Gebell ausstiess.Wir wolltenSie nicht fortlassen, ohne Ihnen dies zu sagen. Undum Ihnen alles erklären zu können, dürfen Sie auchnoch nicht fortgehen: wir wollen Sie auch um wie vieles!noch fragen, was wir gerade jetzt auf dem Herzen haben.Bleiben Sie doch: jeder Schritt des Wegs ist uns ver-traut, wir geleiten Sie nachher hinab. Vielleicht kommtauch der von Ihnen erwartete Gast noch. Sehen Sieeinmal dort hinunter, auf den Rhein: was schwimmt daso hell, wie unter dem Scheine vieler Fackeln herum?Da suche ich Ihren Freund mitten darin, ja ich ahnebereits, dass er mit allen diesen Fackeln zu Ihnen herauf-kommen wird.

Und so bestürmten wir den verwunderten Greis mitunsern Bitten, unsern Versprechungen, unsern phantas-tischen Vorspiegelungen, bis endlich auch der Begleiterdem Philosophen zuredete, noch etwas hier auf der Höhedes Bergs, in der milden Nachtluft, auf- und abzugehn,von allem Wissensqualm entladen, wie er hinzufügte.

Ach schämt euch! sagte der Philosoph,ihr könntdoch, wenn ihr etwas einmal citiren wollt, nichts alsFaust citiren. Doch will ich euch nachgeben, mit oder