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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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sehn wird. Er ist ein Fremdling: in einsamer Trauerzieht er vorbei: und dort wird das Rauchfass vor jenerPseudocultur geschwungen, die, unter dem Zuruf dergebildeten" Lehrer und Zeitungsschreiber, sich seinenNamen, seine Würden angemaasst hat und mit dem Wortedeutsch ein schmähliches Spiel treibt. Wozu brauchtder Staat jene Überzahl von Bildungsanstalten, vonBildungslehrern? Wozu diese auf die Breite gegründeteVolksbildung und Volksaufklärung? Weil der echtedeutsche Geist gehasst wird, weil man die aristokratischeNatur der wahren Bildung fürchtet, weil man die grossenEinzelnen dadurch zur Selbstverbannung treiben will,dass man bei den Vielen die Bildungsprätension pflanztund nährt, weil man der strengen und harten Zucht dergrossen Führer damit zu entlaufen sucht, dass man derMasse einredet, sie werde schon selbst den Weg finden unter dem Leitstern des Staates!

Ein neues Phänomen! Der Staat als Leitstern derBildung! Inzwischen tröstet mich eins: dieser deutscheGeist, den man so bekämpft, dem man einen bunt be-hängten Vicar substituirt hat, dieser Geist ist tapfer: erwird sich kämpfend in eine reinere Periode hindurch-retten, er wird sich selbst, edel, wie er ist, und siegreich,wie er sein wird, eine gewisse mitleidige Empfindunggegen das Staatswesen bewahren, wenn dies in seinerNoth und auf das äusserste bedrängt, eine solche Pseudo-cultur als Bundesgenossen erfasst. Denn was weiss manschliesslich von der Schwierigkeit der Aufgabe, Menschenzu regieren, dass heisst unter vielen Millionen eines, dergrossen Mehrzahl nach, grenzenlos egoistischen unge-rechten unbilligen unredlichen neidischen boshaften unddabei sehr beschränkten und querköpfigen GeschlechtesGesetz Ordnung Ruhe und Frieden aufrecht zu erhalten

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