er müsse wissen, wie viel er vom Leben zu fordern habe. ^Per .—Bund v on Intelligenz und Besitz“. den man nach ödiesen Anschauungen behauptet, gilt geradezu als einesittliche Anforderung. Jede_ Bildung ist hier verhasst,die einsam macht. die über Geld, und .Erwerb ..hinausZiele, steckt, die viel Zeit verbraucht: man pflegt wohlsolche andere Bildungstendenzen als „höheren Egoismus“»als „unsittlichen Bildungsepikureismus“ abzuthun. Nachder hier geltenden Sittlichkeit wird freilich etwas Um-gekehrtes verlangt, nämlich eine rasche. Bildung, umschnell ein geldverdienendes Wesen werden zu können,und doch eine so gründliche Bildung, um ein sehr vielGeld verdienendes Wesen werden zu können. DemMens chen wird _. nur so _viel_.Cjiltur. gestattet als _im.Tnteres.se des Erwerbs ist, aber so viel wird auch vonihm gefordert. Kurz: die Menschheit hat einen noth-wendigen Anspruch auf Erdenglück — darum ist dieBildung nothwendig — aber auch nur darum!“
„Hier will ich etwas einschalten,“ sagte der Philosoph.
„Bei dieser nicht undeutlich charakterisirten Anschauungentsteht die grosse, ja ungeheure Gefahr, dass die grosseMasse irgendwann einmal die Mittelstufe überspringt unddirect auf dieses Erdenglück losgeht. Das nennt manjetzt die „sociale Frage“. Es möchte nämlic h dieser M asseso scheinen, dass demnach die Bildung Jur den grö sstenTheil der Menschen nur ein Mittel für das Erdenglückde r wenigsten sei: die „möglichst allgemeine B i ldung “schwächt die Bildung so ab, dass sie gar keine Privi-legien und gar keinen Respect mehr verleihen kan n.
Die allerallgemeinste Bildung i st eben die Bar barei.Doch ich will deine Erörterung nicht unterbrechen?*
Der Begleiter fuhr fort: „Es giebt noch andere
Motive für die überall so tapfer angestrebte Erweiterung