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um ihn unter dem Hohne seiner Soldaten herumzuschleifen:so ist dies die Ekel erregende Carricatür des Achilles, derden Leichnam des Hektor nächtlich durch ein ähnlichesHerumschleifen misshandelt; aber selbst dieser Zug hatfür uns etwas Beleidigendes und Grausen Einflössendes.Wir sehen hier in die Abgründe des Hasses. Mit der-selben Empfindung stehen wir etwa auch vor demblutigen und unersättlichen Sichzerfleischen zweiergriechischer Parteien, zum Beispiel in der korkyräischenRevolution. Wenn der Sieger, in einem Kampf derStädte, nach dem Rechte des Krieges, die gesammtemännliche Bürgerschaft hinrichtet und alle Frauen undKinder in die Sklaverei verkauft, so sehen wir, in derSanction eines solchen Rechtes, dass der Grieche einvolles Ausströmenlassen seines Hasses als ernste Noth-wendigkeit erachtete; in solchen Momenten erleichtertesich die zusammengedrängte und geschwollene Empfin-dung: der Tiger schnellte hervor, eine wollüstige Grau-samkeit blickte aus seinem fürchterlichen Auge. Warummusste der griechische Bildhauer immer wieder Kriegund Kämpfe in zahllosen Wiederholungen ausprägen,ausgereckte Menschenleiber, deren Sehnen vom Hassegespannt sind oder vom Übermuthe des Triumphes, sichkrümmende Verwundete, ausröchelnde Sterbende? Warumjauchzte die ganze griechische Welt bei den Kampf-bildern der Ilias? Ich fürchte, dass wir diese nicht „grie-chisch“ genug verstehen, ja dass wir schaudern würden,wenn wir sie einmal griechisch verstünden.
Was aber liegt, als der Geburtsschooss alles Helleni-schen, hinter der homerischen'Welt? In dieser werdenwir bereits durch die ausserordentliche künstlerische Be-stimmtheit, Ruhe und Reinheit der Linien über die reinstoffliche Verschmelzung hinweggehoben: ihre Farben *