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Die germanische Ansicht von der Natur —nicht die aufklärerische des Romanismus, mit seinemEmile.
Der germanische Pessimismus — dabei starre Mora-listen, Schopenhauer und kategorischer Imperativ!
Wir thun unsre Pflicht und verwünschen dieungeheure Last der Gegenwart — wir braucheneine besondere Art der Kunst. Sie hält für uns Pflichtund Dasein zusammen. Dürer’s Bild vom Ritter Todund Teufel als Symbol unseres Daseins.
180.
Wem nun die ganze, bisher in dieser Abhandlungdargelegte Kunstlehre in Fleisch und Blut übergegangenist: wozu vor allem gehört, dass ihre Grundlage, dieThatsache des Dionysischen und Apollinischen, bereitsin ihm, in der Form unbewusster Anschauungen, vor-handen war — wer über die ewige Gültigkeit jenerbeiden Kunsttriebe und ihre nothwendigen Verhältnissemit uns instinctiv, d. h. durch die weiseste LehrerinNatur belehrt und überzeugt worden ist, der darf sichjetzt freien Blicks den analogen Erscheinungen der Ge-genwart gegenüberstellen, als ein Beschaulicher, der nichtsfür sich, aber für die ganze Welt die Wahrheit will. Erhat seinen Blick bereits an einer Reihe historischer Ver-gangenheiten erprobt und gekräftigt und muss nun ver-langen, auch angesichts der Wirklichkeit zu Wortekommen zu dürfen. Die Geschichte nämlich belehrt niedirect, sie beweist nur durch Beispiele: und auch die umuns vorhandene Wirklichkeit kann uns zu keiner tieferen