in der Vernichtung des Urschmerzes und Urwiderspruchs,das heisst der Vernichtung des Wesens der Dinge undin dem alleinigen Scheine — also im Nichtsein.
Alles Gute entsteht aus zeitweiligem Versenktseinin die Vorstellung, das heisst aus dem Einswerdenmit dem Scheine.
157 -
Begriff des Naiven und Sentimentalen ist zusteigern. Völlige Verschleierung durch Trugmechanis-men ist „naiv“, die Zerreissung derselben, die denWillen zu einem Nothgespinnst nöthigt, ist „sentimen-talisch“.
158.
Wenn das Schöne auf einem Traum des Wesens be-ruht, so das Erhabene auf einem Rausche des Wesens.Der Sturm auf dem Meere, die Wüste, die Pyramide.Ist das Erhabene der Natur eigenthümlich?
Das Übermaass des Willens bringt die erhabenenEindrücke hervor, die überladenen Triebe. Die schaurigeEmpfindung der Unermesslichkeit des Willens.
Das Maass des Willens bringt die Schönheithervor.
Das Schöne und das Licht, das Erhabene und dasDunkel.
159 -
Hat die Kunst eine metaphysische Bedeutung,so kommt das Publicum des Kunstwerks nur soweit inBetracht, als das Kunstwerk zur Geburt des Genius reizt.