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Wir sind einerseits reine Anschauung (d. h. proji-cirte Bilder eines rein entzückten Wesens, das in diesemAnschauen höchste Ruhe hat), andernseits sind wirdas eine Wesen selbst. Also ganz real sind wir nurdas Leiden, das Wollen, der Schmerz: als Vorstellungenhaben wir keine Realität, obwohl doch eine andre Artvon Realität. Wenn wir uns als das eine Wesen fühlen,so werden wir sofort in die Sphäre der reinen An-schauung gehoben, die ganz schmerzlos ist: obwohl wirdann zugleich der reine Wille, das reine Leiden sind.So lange wir aber selbst nur „Vorgestelltes“ sind, habenwir keinen Antheil an jener Schmerzlosigkeit: währenddas Vorstellende sie rein geniesst.
In der Kunst dagegen werden wir „Vorstellendes“:daher die Verzückung.
Als Vor gestelltes fühlen wir den Schmerz nicht (?).Der Mensch zum Beispiel als eine Summe von unzähligenkleinen Schmerz- und Willensatomen, deren Leid nurder eine Wille leidet, deren Vielheit wiederum die Folgeder Verzückung des einen Willens ist. Wir sind somitunfähig, das eigentliche Leid des Willens zu leiden,sondern leiden es nur unter der Vorstellung und derVereinzelung in der Vorstellung. Also: die einzelneProjection des Willens (in der Verzückung) ist ja realnichts als der eine Wille: kommt aber nur als Projectionzum Gefühl seiner Willensnatur, d. h. in den Bandenvon Raum Zeit Causalität, und kann somit nicht dasLeid und die Lust des einen Willens tragen. DieProjection kommt zum Bewusstsein nur als Erscheinung,sie fühlt sich durch und durch nur als Erscheinung, ihrLeiden wird nur durch die Vorstellung vermittelt, und
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