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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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gelung des Ur- Einen ist. Im Genius dagegen ist, ausserder dem Menschen zukommenden Bedeutung, zugleichnoch jene einer andern Sphäre eigenthümliche Kraft, dieVerzückung der Vision selbst zu fühlen, vorhanden.Wenn die Befriedigung am träumenden Menschen ihmselbst nur dämmernd sich erschliesst, ist der Genius zu-gleich der höchsten Befriedigung an diesem Zustandefähig; wie er anderseits über diesen Zustand Gewalt hatund ihn selbst aus sich allein erzeugen kann. Nach dem,was wir über die vorwiegende Bedeutung des Traumesfür das Ur-Eine bemerkt haben, dürfen wir das gesammtewache Leben des einzelnen Menschen als eine Vor-bereitung für seinen Traum ansehn: jetzt müssen wir hin-zufügen, dass das gesammte Traumleben der vielenMenschen wiederum die Vorbereitung des Genius ist.In dieser Welt des Nicht-Seienden, des Scheins, mussalles werden, und so wird auch der Genius, indemin einem Menschheitscomplexe jene dämmernde Lust-empfindung des Traums sich immer mehr steigert: wel-ches Phänomen wir uns an dem allmählichen, durchMorgenröthe, bald auch durch vorausgesandte Strahlenangekündigten Aufgehen der Sonne sichtbar machenkönnen. Die Menschheit, mit aller Natur als ihrem voraus-zusetzenden Geburtsschooss, darf in diesem weitestenSinne als die fortgesetzte Geburt des Genius bezeichnetwerden: von jenem ungeheuren Gesichtspunkte des Ur-Einen aus ist in jedem Moment der Genius erreicht, dieganze Pyramide des Scheins bis zu ihrer Spitze voll-kommen. Wir, in der Enge unsres Blicks und in demmenschlichen Vorstellungsmechanismus von Raum Zeitund Causalität, haben uns zu beschränken, den Geniusals einen unter vielen und nach vielen zu erkennen: jawir dürfen glücklich sein, ihn überhaupt erkannt zu

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