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Und nun meine Hoffnungen!
Die einzige productive politische Macht in Deutsch-land, die wir niemanden näher zu bezeichnen brauchen,ist jetzt in der ungeheuersten Weise zum Siege ge-kommen und sie wird von jetzt ab das deutsche Wesenbis in seine Atome hinein beherrschen. Diese Thatsacheist vom äussersten Werthe, weil an jener Macht etwaszu Grunde gehen wird, das wir als den eigentlichenGegner jeder tieferen Philosophie und Kunstbetrachtunghassen, ein Krankheitszustand, an dem das deutscheWesen vornehmlich seit der grossen französischen Re-volution zu leiden hat und der in immer wiederkehrendengichtischen Zuckungen auch die bestgearteten deutschenNaturen heimsucht, ganz zu schweigen von der grossenMasse, bei der man jenes Leiden, mit schnöder Ent-weihung eines wohlgemeinten Wortes, „Liberalismus“nennt. Jener ganze, auf eine erträumte Würde desMenschen, des Gattungsbegriffs Mensch, gebaute Liberalis-mus wird sammt seinen derberen Brüdern an jener starren,vorhin angedeuteten Macht verbluten; und wir wollendie kleinen Reize und Gutartigkeiten, die ihm anhaften,gerne drangeben, wenn nur diese eigentlich culturwidrigeDoctrin aus der Bahn des Genius weggeräumt wird. —Und wozu sollte jene starre Macht, mit ihrer durch Jahr-hunderte fortdauernden Geburt aus Gewalt, Eroberung undBlutbad dienen, als dem Genius die Bahn zu bereiten?
Aber welche'Bahn!
Vielleicht ist unser zukünftiger Held der tragischenErkenntniss und der griechischen Heiterkeit ein Ana-choret — vielleicht bestimmt er die tieferen deutschenNaturen in die Wüste zu gehen — glückselige Zeit, inder die durch furchtbares Leid verinnerlichte Welt denGesang jenes apollinischen Schwans hören wird!