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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
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III.

Die dionysische Weltanschauung.

(Sommer 1870.)

(Nicht verwerthete Abschnitte einer Abhandlung, welche als § 17in den Plan dergriechischen Heiterkeit, und von da in dieGeburt derTragödie S. iff. übergegangen ist.§ 1. Traum und Rausch. § 2.Dionysus und Apollo. § 3. Die olympischen Götter. § 4. Die apollinischeKunst. § 5. Die apollinische Ethik, § 6. Das Erhabene und das Lächer-liche. § 7. Äschylus und Sophokles. § 17 zusammengefasst:Dertragische Gedanke als neue Daseinsform Ziel des dionysischen Willens.)

Aus § 3.

Das Schauen, das Schöne, der Schein umgrenzt dasBereich der apollinischen Kunst: es ist die verklärteWelt des Auges, das im Traum, bei geschlossenen Augen-lidern, künstlerisch schafft. In diesen Traumzustand willuns auch das Epos versetzen: wir sollen mit offenenAugen nichts sehen und uns an den inneren Bildernweiden, zu deren Production uns der Rhapsode durchBegriffe zu reizen sucht. Die Wirkung der bildendenKünste wird hier auf einem Umwege erreicht: währendder Bildner uns durch den behauenen Marmor zu demvon ihm traumhaft geschauten lebendigen Gotte führt,so dass die eigentlich als riilog vorschwebende Gestaltsowohl dem Bildner als dem Zuschauer deutlich wird